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Wasser und die richtige Bewässerung

Das Wasser sollte so kalkarm wie möglich sein. In den meisten Städten ist das Wasser leider hart und kalkhaltig. Ideal ist Regenwasser, selbst wenn in einigen Großstädten die Luft verschmutzt und das gesammelte Wasser nicht ganz rein ist. Im Gartenfachhandel gibt es auch Wasserenthärtungsmittel, die sie einfach ins Leitungswasser geben können. Natürlich können Sie auch Leitungswasser abkochen und Ihre Pflanzen wässern.

Optimal ist es, wenn Ihr Gießwasser Raumtemperatur hat und Sie Ihren Blumen nicht mit heißem oder eiskaltem Wasser einen Schock versetzen.

Nachdem das gesamte Anzuchtsubstrat zu Beginn einmal durchfeuchtet wurde, füllen Sie das Wasser während der Anzucht am besten in eine Sprühflasche und besprühen das Anzuchtsubstrat täglich. So wird die Feuchtigkeit feiner aufgetragen und Sie vermeiden das Ausschlämmen der Samen. Der berühmte und so schwer zu erklärende Hinweis „Halten Sie das Substrat feucht, aber nicht nass“ wird so am ehesten erfüllt.

Dass Pflanzen Wasser brauchen, ist allgemein bekannt. Dass Pflanzenwurzeln aber auch Luft benötigen und Sauerstoff
atmen, wird oft übersehen. Deshalb muss darauf geachtet werden, dass die Erde nicht fest zusammengedrückt wird, dass die Töpfchen nicht direkt im Wasser stehen und dass nach dem Gießen wieder Luft an die Wurzeln gelangen kann.

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Die Vorbereitung

Befüllen Sie Ihr Anzuchtgefäß bis zum oberen Rand mit Anzuchtsubstrat. Die Oberfläche wird anschließend leicht angedrückt, sodass im Topf ein Gießrand von ca. 0,5 cm entsteht. Achten Sie darauf, dass sich so viel Erde im Töpfchen
befindet, dass sich diese beim Gießen nicht zu sehr verdichtet. Die richtige Menge Erde erkennen Sie daran, dass die Erdoberfläche beim Andrücken leicht „federt“, also einen leichten Widerstand bietet. Befindet sich zu wenig Erde in den Töpfchen, steht den zukünftigen Pflanzen zu wenig Wurzelraum zur Verfügung und sie trocknen schneller aus.

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Warum wir Kokosfasersubstrat zur Anzucht empfehlen

Käufliche Aussaaterde wird häufig aus Torf hergestellt, ein Rohstoff, der aus Sicht des Naturschutzes kritisch zu bewerten ist. Torf stammt aus Hochmooren, die als Lebensräume zunehmend bedroht sind. Mit diesen verschwinden auch bedrohte Pflanzen und seltene Tiere.

Ein handelsüblicher 80 l Torfsack belastet die Umwelt mit 19 kg Kohlendioxid (CO 2). Das ist mehr als ein PKW auf 100 km Fahrstrecke an Schadstoffen ausstößt. Und bis eine 2 Meter dicke Torfschicht gewachsen ist, vergehen rund 2.000 Jahre. Dieses Naturerbe zerstört ein Bagger in nur 2 Minuten.

Die Kokosnuss hingegen ist ein nachwachsender Rohstoff, der alle 3 Monate geerntet werden kann – und das völlig klimaneutral. Das Kokosfasersubstrat ist eine umweltfrundliche Alternative zu Torf. Die Kokosblöcke werden aus Kokosfaserresten hergestellt, die bei der Verarbeitung der Faser zu Schnüren und Matten anfallen. Die Nutzung eines ursprünglichen Abfallproduktes schafft so neue Arbeitsplätze und zusätzliche Einkommensquellen für Kokosbauern und Kleinbetriebe.

Im Hinblick auf einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Entwicklung eines auf Nachhaltigkeit zielenden Umweltbewusstseins sollten Sie von Anfang an auf den Einsatz umweltverträglicher Produkte bei der Anzucht achten. Kokosfasersubstrat als nachwachsender Rostoff ist ein idealer Ersatz für Anzuchterde, da er genau wie diese nährstoffarm, luftdurchlässig und weitestgehend keimfrei ist.

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Das richtige Substrat

Die Pflanzensamen der meisten Pflanzenarten enthalten einen Nährstoffvorrat, der nach der Keimung dafür sorgt, dass die jungen Pflanzen ihre Grundorgane Wurzel, Sprossachse und Blätter ausbilden können, bevor sie in der Lage sind, selbst mit ihren dann ergrünten Blattorganen Photosynthese zu betreiben und sich selbst zu ernähren (Autotrophie). Die Nährstoffvorräte sind meist in den Keimblättern angelegt, bei einigen Arten auch in einem speziellen Nährgewebe (Endosperm), das sich im Samen befindet.

Daher ist normale Blumenerde zur Aussaat nicht besonders geeignet. Sie enthält zu viele Düngesalze. Das bedeutet, die Samen können darin verfaulen oder trotzdem gekeimte Pflänzchen gehen ein, weil die Düngesalze ihre feinen Wurzeln auslaugen. Verwenden Sie daher immer Anzuchterde oder Kokossubstrat. Beide sind nährstoffarm, keimfrei und wasserdurchlässig.

Das Aussaatsubstrat dient zu Beginn des Wachstums vor allem dazu, den Keimlingen eine Möglichkeit zum Verankern zu geben und sie gleichmäßig mit Feuchtigkeit zu versorgen. Mineralstoffe (Dünger) sind, wie bereits ausgeführt, zunächst noch nicht erforderlich, da die Samen diese Pflanzennährstoffe quasi „mitbringen“.

Es gibt noch einen weiteren Vorteil, wenn das Aussaatsubstrat nur geringe Düngergehalte aufweist: Die Pflanzen bilden dann vermehrt Wurzelmasse (Haupt- und Seitenwurzeln, ernährt aus dem Nährgewebe des Samens) und begeben sich damit, anthropomorph gesprochen, verstärkt auf die „Suche“ nach Mineralstoffen, die ein kräftiges Wachstum nach Beginn der Photosyntheseaktivität ermöglichen. In gut gedüngter Erde (zum Beispiel Blumenerde aus dem Gartenfachhandel) gezogene Pflanzen investieren stärker in das Spross- und Blattwachstum, weniger in das Wurzelwachstum, was nach dem Auspflanzen dann häufig zu geringerer Standfestigkeit der Pflanzen führt.